Forumswoche 2025-04

28. März 2025

Liebe Leser_innen,

heute übernehmen also die Chefs (gendern anscheinend überflüssig) bei den Koalitionsverhandlungen – Selfie-Verbot hat bisher gegen leaks der Verhandelnden nichts gebracht. Und das Wissen darüber, was die zuständige AG zu Menschenrechten vorschlägt, macht nicht wirklich Hoffnung. Ganz zu schweigen von der Kleinteiligkeit der erarbeiteten Papiere, die jede Forumspublikation als Musterbeispiel für prägnantes und kurzes Formulieren erscheinen lässt.

Erfreuliches in düsteren Zeiten: In Gaza und Israel wird gegen Krieg/Hamas und Demontage des Rechtsstaats demonstriert.

In der Türkei geht es mit viel Lärm gegen Erdogans autokratische Anwandlungen, in

Serbien gegen Vucics Lügen und in Ungarn gegen Orbans Versuch, den geplanten  pride march zu verbieten.

Ob die Rückeroberung der Hauptstadt Khartum durch die sudanesische Armee eine gute Nachricht für die kriegsgeplagte sudanesische Zivilbevölkerung ist, bleibt abzuwarten.

Heute hier mal nichts zu Elon Musks DOGE, den Umgang von Teilen der Trump-Administration mit messenger-Diensten und sicherheitsrelevanten Staatsgeheimnissen…

Nützliche Lektüre unserer Informations- und Terminübersicht wünscht

die Geschäftsstelle.

+++ Aus der Geschäftsstelle

Anmeldungen für eine Teilnahme in Präsenz bei der Informations- und Netzwerkveranstaltung „Zivilgesellschaftliche Beteiligungsmöglichkeiten bei der Überprüfung der Umsetzung des UN-Sozialpakts in Deutschland am Montag sind nicht mehr möglich, wohl aber die Teilnahme (vormittags) via live stream. Hier der Link dazu.

+++ Veranstaltungen (unter Beteiligung) von Mitgliedsorganisationen kurzfristig

Das Pariser Büro der Heinrich-Böll-Stiftung nimmt die Veröffentlichung ihres Berichts  ‚Feminist foreign policy in contested times – a French, German and franco-german perspective‘ zum Anlass für ein „lunch-Webinar“ zum Thema am 3. April um 12:30 Uhr. Veranstaltungssprache ist Englisch.

+++ weitere Veranstaltungen (unter Beteiligung) von Mitgliedsorganisationen

Die diesjährige ‚Werner-Lottje-Lecture‘ von Brot für die Welt und DIMR widmet sich am 10. April um 18:00 Uhr im Haus der EKD (Charlottenstraße 53/54) der Situation von Menschenrechtsverteidiger_innen in den Philippinen.

+++ Veranstaltungen ‚extern‘ kurzfristig

Das Centre for fundamental Rights der Hertie School  lädt am 2.April um 17:00 Uhr zur ‘annual distinguished Keynote discussion: defending human rights‘ in die Friedrichstraße 180 in Berlin-Mitte.

Beim Fachgespräch „Der vergessene Krieg“ der Evangelischen Akademie zu Berlin geht es am 4. April um 18:00 Uhr um Menschenrechtsverletzungen im Sudan und auf den Fluchtrouten.

+++ weitere Veranstaltungen ‚extern‘

„Gewaltherrschaft im Namen Gottes“. Um die Lage der Menschenrechte in der islamischen Republik Iran geht es bei einem Gespräch mit anschließendem Empfang von Evangelischer Akademie zu Berlin und Katholischer Akademie am 8. April um 19:00 Uhr.

Die Evangelische Akademie startet zudem zum Welt-Roma-Tag am 11. April im Kino Babylon eine Veranstaltungsreihe zu Antiziganismus im Film.

+++ Interessantes aus Mitgliedsorganisationen

FIAN und andere (FMR-Mitglieds-) Organisationen kritisieren die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises an ENBW.

Human Rights Watch veröffentlicht einen Bericht zur Verletzung sozialer Rechte in Deutschland.

Der Paritätische aktualisiert seine Broschüre „Geschlechtliche Vielfalt in der Kinder- und Jugendhilfe – inter*- trans*- Kinder und Jugendliche“.

medica mondiale verbindet ihre multimediale Ausstellung „Weil wir Frauen sind“ mit Forderungen zur Unterstützung afghanischer Frauen.

Terre des hommes kritisiert die Aussetzung des Asylrechts in Polen.

Die zahlreichen Pressemitteilungen vieler (Mitglieds-)organisationen zur zu befürchtenden Eingliederung des BMZ ins AA und den massiven Kürzungen bei der Humanitären Hilfe werden hier nur erwähnt und nicht einzeln aufgeführt.

+++ Infos ‚extern‘

Beteiligung bzw. Rückmeldung bis 7. April erwünscht!  Die Europäische Grundrechteagentur befragt zivilgesellschaftliche Organisationen zu ihren Erfahrungen mit Menschenrechtsarbeit zu/in EU- Staaten und Beitrittskandidaten.

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